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Automatisches Kleinteilelager (AKL): Definition, Funktionsweise und Vorteile

Marco Prüglmeier 13. Juni 2023
Automatisches Kleinteilelager (AKL): Definition, Funktionsweise und Vorteile

Ein automatisches Kleinteilelager (AKL) automatisiert Lagerung, Bestandsführung und Kommissionierung von Kleinteilen. Der Beitrag erklärt Definition, Funktionsweise und Vorteile.

Automatisches Kleinteilelager (AKL): Definition, Funktionsweise und Einsatzbereiche

Ein automatisches Kleinteilelager (AKL) ist ein Lagersystem für kleine bis mittelgroße Artikel, bei dem Lagerung, Bestandsführung und Kommissionierung teilweise oder vollständig automatisiert ablaufen. Typisch sind Behälter, Tablare oder Kartons, die über Regalbediengeräte, Shuttle-Systeme, Fördertechnik oder Roboter bewegt werden.

AKL-Systeme werden häufig eingesetzt, wenn viele Artikelvarianten auf begrenzter Fläche gelagert werden müssen. Dazu zählen Ersatzteile, technische Komponenten, E-Commerce-Artikel, Produktionsmaterial und C-Teile. Ziel ist es, Suchzeiten zu reduzieren, Lagerfläche besser zu nutzen und die Kommissionierung zuverlässiger zu machen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein automatisches Kleinteilelager funktioniert, welche Vorteile es bietet und worauf Unternehmen bei der Auswahl achten sollten.

Was ist ein automatisches Kleinteilelager?

Ein automatisches Kleinteilelager ist ein automatisiertes Lagerhaltungssystem für Artikel mit kleinen bis mittleren Abmessungen. Es verbindet Lagertechnik, Steuerungssoftware und Arbeitsstationen zu einem geführten Prozess. Die Ware wird digital verwaltet, automatisch an den richtigen Lagerplatz gebracht und bei Bedarf zur Kommissionierung bereitgestellt.

Im Unterschied zu einem manuellen Fachbodenlager müssen Mitarbeitende nicht mehr jeden Artikel selbst im Regal suchen. Das System führt Bestand, Lagerplatz und Entnahme zusammen. Dadurch entstehen kürzere Wege, weniger Fehlgriffe und eine höhere Transparenz über verfügbare Bestände.

Funktionsweise eines automatischen Kleinteilelagers

  • Einlagerung von Kleinteilen

Die Einlagerung von Kleinteilen in ein automatisches Kleinteilelager erfolgt in der Regel durch einen automatisierten Einlagerungsprozess. Dieser Prozess beginnt mit dem Ankommen der Waren in Behältern oder Kartons. Die Kleinteile werden gescannt, vermessen und mit RFID-Tags versehen, um eine eindeutige Identifikation zu gewährleisten. Anschließend werden sie durch das Fördersystem zum entsprechenden Lagerplatz transportiert und dort vom Shuttle-System oder Roboter präzise abgelegt.

  • Lagerverwaltung und Bestandskontrolle

Ein intelligentes Steuerungssystem übernimmt die Lagerverwaltung und Bestandskontrolle im automatischen Kleinteilelager. Es erfasst Informationen über den Standort jedes einzelnen Artikels, die Lagerplatzkapazität und den aktuellen Bestand. Durch die Verwendung von Algorithmen und statistischer Analyse optimiert das System die Platzierung der Artikel und stellt sicher, dass die am häufigsten nachgefragten Teile in den vorderen, leicht zugänglichen Bereichen des Lagers platziert werden.

  • Kommissionierung und Versandvorbereitung

Der Kommissionierungsprozess in einem automatischen Kleinteilelager erfolgt effizient und präzise. Wenn eine Bestellung eingeht, identifiziert das System automatisch die Position der benötigten Artikel im Lager. Die Shuttle-Systeme oder Roboter holen die Artikel aus den entsprechenden Lagerplätzen und bringen sie zu einer zentralen Kommissionierstation. Dort werden die Artikel verpackt, auf Versand vorbereitet und für den Weitertransport bereitgestellt. Sobald der Kommissionierprozess abgeschlossen ist, werden die Artikel wieder automatisiert eingelagert.

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Vorteile

Die Implementierung eines automatischen Kleinteilelagers bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen in verschiedenen Branchen:

  • Effizientes Platzmanagement: Ein AKL maximiert die Raumausnutzung und ermöglicht die Lagerung einer großen Anzahl von Kleinteilen auf kleinem Raum. Dadurch können Unternehmen ihre Lagerfläche optimal nutzen und möglicherweise Kosten für zusätzliche Lagerhallen einsparen.

  • Schnelle und präzise Kommissionierung: Durch die Automatisierung des Kommissionierungsprozesses können Kleinteile schnell und präzise aus dem Lager entnommen werden. Dies führt zu verkürzten Durchlaufzeiten, einer höheren Produktivität und einer verbesserten Kundenzufriedenheit.

  • Reduzierte Fehlerquote: Das intelligente Steuerungssystem im AKL minimiert menschliche Fehler bei der Kommissionierung und Versandvorbereitung. Dies reduziert Ausschuss, Retouren und Reklamationen und spart damit Kosten.

  • Echtzeit-Bestandsverfolgung: Durch die Verwendung von RFID-Technologie und einem zentralen Steuerungssystem ermöglicht ein AKL eine Echtzeit-Überwachung des Lagerbestands. Unternehmen können den aktuellen Bestand jederzeit genau nachverfolgen und rechtzeitig Nachbestellungen auslösen.

  • Flexibilität und Skalierbarkeit: Automatische Kleinteilelager können an die individuellen Anforderungen und Wachstumspläne eines Unternehmens angepasst werden. Sie sind flexibel erweiterbar und können sich an steigende Lagerkapazitäten anpassen.

Fazit

Ein automatisches Kleinteilelager ist ein leistungsstarkes Werkzeug, um Lagerlogistikprozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Es ermöglicht effizientes Platzmanagement, schnelle Kommissionierung, reduzierte Fehlerquoten und eine präzise Bestandsverfolgung. Unternehmen, die in ein AKL investieren, können ihre Lagerhaltung verbessern, Kosten senken und die Kundenzufriedenheit steigern. Wenn Sie Ihre Logistikprozesse auf das nächste Level heben möchten, sollten Sie die Implementierung eines automatischen Kleinteilelagers in Betracht ziehen.

Häufig gestellte Fragen zum automatischen Kleinteilelager

Was ist ein automatisches Kleinteilelager?

Ein automatisches Kleinteilelager ist ein automatisiertes Lagersystem für kleine bis mittelgroße Artikel. Es lagert Ware digital verwaltet ein, hält Bestände transparent und stellt Artikel für die Kommissionierung automatisch oder teilautomatisch bereit.

Wie funktioniert ein automatisches Kleinteilelager?

Ein AKL verbindet Lagertechnik, Steuerungssoftware und Kommissionierplätze. Artikel werden erfasst, einem Lagerplatz zugeordnet und bei Bedarf durch Shuttle-Systeme, Fördertechnik, Regalbediengeräte oder Roboter zur Entnahme bereitgestellt.

Für welche Artikel eignet sich ein AKL?

Ein AKL eignet sich besonders für Kleinteile, Ersatzteile, technische Komponenten, E-Commerce-Artikel, Produktionsmaterial und C-Teile. Wichtig ist, dass Abmessungen, Gewicht und Ladungsträger zum jeweiligen System passen.

Welche Vorteile bietet ein automatisches Kleinteilelager?

Die wichtigsten Vorteile sind bessere Flächennutzung, kürzere Such- und Laufzeiten, schnellere Kommissionierung, weniger Fehlgriffe und transparente Bestände. Dadurch kann ein AKL besonders bei vielen Artikelvarianten und begrenzter Lagerfläche sinnvoll sein.

Wann lohnt sich ein automatisches Kleinteilelager?

Ein AKL lohnt sich vor allem, wenn manuelle Prozesse viel Zeit kosten, die Lagerfläche knapp wird, viele Artikelvarianten verwaltet werden oder die Kommissionierung zuverlässig skalieren muss. Entscheidend ist nicht nur die Lagergröße, sondern der konkrete Prozessaufwand.

Was ist der Unterschied zwischen AKL und manuellem Fachbodenlager?

Im manuellen Fachbodenlager suchen und entnehmen Mitarbeitende Artikel direkt am Regal. In einem automatischen Kleinteilelager übernimmt das System einen Teil dieser Arbeit: Es verwaltet Lagerplätze digital, führt Bestände und bringt Artikel automatisiert oder geführt zur Kommissionierung.

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Marco Prüglmeier

Autor – Marco Prüglmeier

CEO @ Noyes Technologies

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